Wie entsteht das Bild ?
Analog

1. Das Negativ

 

Die lichtempfindliche Schicht des Films besteht aus in Gelatine eingebetteten Bromsilberkristallen. Während der Belichtung entstehen in den vom Licht getroffenen Bromsilberkristallen entwicklungsfähige Silberkeime. Diese greift der Entwickler an und reduziert sie vollkommen zu metallischem Silber. Erst die Entwicklung macht das latente Bild sichtbar. In seiner Wirkung entspricht der Entwickler einem millionenfachen chemischen Verstärker. Die Bildpartien, die mehr Licht erhielten, werden stärker geschwärzt als die weniger intensiv belichteten. Das Resultat ist ein in seinen Tonwerten umgekehrtes, negatives Bild des Objektes. Um das entwickelte Bild lichtbeständig zu machen, muß, nachdem kurz die Entwicklerreste abgespült wurden, das noch vorhandene unbelichtete Bromsilber durch das Fixierbad entfernt werden. In der Schlußwässerung werden die noch in der Emulsion enthaltenen Chemikalien ausgewaschen. Nach einem Netzmittelbad wird der Film getrocknet und kann vergrößert werden.
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1. Beim Belichtungsvorgang er zeugen die auftreffenden Lichtquanten in den Bromsilberkristallen entwicklungsfähige Silberkeime. 2. Diese werden von dem, wie ein millionenfacher Verstärker arbeitenden Entwickler, im Verlauf der Entwicklung vollkommen zu metallischem Silber reduziert. 3. Um das entwickelte Bild lichtbeständig zu machen, muß es, nachdem die Entwicklerreste kurz abgespült wurden, in einem chemischen Bad fixiert werden. 4. Nach dem Fixieren bleibt nur noch das lichtbeständige reine Silberbild zurück. Die unbelichteten Stellen sind völlig transparent

2. Die Filmentwicklung

 

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Der belichtete Film wird im Dunkeln in die Entwicklungsdose eingespult
und der Deckel lichtdicht verschlossen.
Im Hellen kann dann der Entwickler eingegossen ... ... und nach genauem Kipprhythmus bewegt werden Nach abgeschlossener Entwicklung wird der Entwickler in die Vorratsflasche zurückgegossen ...
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... und der Film unter fließendem Wasser kurz abgespült. Danach wird wiederum unter Einhaltung eines exakten Kipprhythmus fixiert. Nach beendeter Fixage wird der Film unter fließendem Wasser gewässert, in einem Netzmittel gebadet
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und kann danach aus der Entwicklerspule herausgenommen werden.. Nach der Trocknung in einem möglichst staubfreien Raum und unter Benutzer spezieller Klammern wird der Film zum Schutz sofort - je nach Aufnahmeformat - in 2er, 3er. 5er oder 6er Streifen zerschnitten und zur Archivierung in mit Ringbuchlochung
versehenen Negativhüllen aufbewahrt.

3. Das Positiv

Durch das Belichten eines Negativs auf ein lichtempfindliches Fotopapier entsteht nach anschließender Entwicklung ein in seinen Tonwerten umgekehrtes, nunmehr positives, der Wirklichkeit entsprechendes Bild.
Zu einer Positivkopie gelangt man auf zwei Wegen: einmal im Kontaktverfahren und zum anderen im optischen Verfahren.
Das Kontaktverfahren gestattet nur Abzüge im Maßstab 1:1. Dazu wird die Schichtseite des Negativs auf die Schichtseite des lichtempfindlichen Papiers gepreßt und belichtet. Die im optischen Verfahren hergestellte Kopie, die der Einfachheit halber als Vergrößerung bezeichnet wird, läßt sich dagegen in beliebigem Maßstab, vergrößert oder verkleinert, herstellen. Dazu wird das Negativ nicht direkt mit dem lichtempfindlichen Papier in Kontakt gebracht, sondern mit Hilfe der Beleuchtungseinrichtung und des Objektivs eines Vergrößerungsgerätes auf das Papier belichtet.
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Das Negativ wird in der Dunkelkammer mit einem Vergrößerungsgerät unter Zuhilfenahme einer Belichtungsschaltuhr in beliebigem Abbildungsmaßstab auf das Fotopapier vergrößert (1). Danach wird entwickelt (2), zwischengewässert (3) und fixiert (4).


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Nach der Schlußwässerung (5) und der Trocknung (6), die wieder im Hellen erfolgen, erhält man das fertige Bild (7).

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Digitale Ausarbeitung
Jedes Pixel wird in einen bestimmten Lichtimpuls umgewandelt. Gesteuert wird dabei Farbton und Helligkeit. Damit wird das Fotopapier belichtet. Nach der Belichtung wird das Fotopapier auf herkömmliche (chemische) Art entwickelt. Zum Einsatz kommen Röhrenbelichter, Laserbelichter oder LCD-Belichter.
Dieses Verfahren ist rasterfrei. Ca. 90 % der auszubelichtenden Daten stammen von Fotoamateuren. Um die Qualitätsmängel dieser Daten auszugleichen, durchlaufen alle Bilder einen automatischen Optimierungsprozess (Kontrastveränderung, Unscharfmaskierung, ). Diese Optimierung kann reduziert, aber niemals verhindert werden.
FunktionsweiseLaserbelichter crt-filmrecorder
Laserbelichter LCD-Belichter
Neben den klassischen Fotoformaten (Seitenverhältnis eines Kleinbildfilms 1:1,5) existieren unzählige Sonderformate. Die meisten Sonderformate entstehen durch die digitale Fotografie und sind durch die Bauform der Sensoren (häufiges Seitenverhältnis von 4:3) oder die Nachbearbeitung bedingt. In der Regel wird gerolltes Fotopapier verwendet. Die Ausbelichtung folgt dem durch die Datei gelieferten Seitenverhältnis, (meist aber) maximal bis zum klassischen Seitenverhältnis von 1:1,5. Nach der Entwicklung des Fotopapiers wird dieses geschnitten. Hierbei wird jedes Foto gemäß seiner individuellen Länge geschnitten.

Ein Problem für die meisten Ausbelichter stellen Panoramaformate dar. Zwar wird auf Rollenpapier belichtet, aber die Aussenkante des Lichtgebers ist – bautechnisch bedingt – meistens in einem Seitenverhältnis von 1:1,5 hergestellt. Prinzipiell stellt aber auch das Panoramaformat bei der Ausbelichtung kein Problem dar. Werden ohne Wunsch Ausschnitte gefertigt, Bilder gestaucht oder können keine Panoramaformate ausbelichtet werden, hat dies ökonomische Gründe.
Um ein Foto so billig wie möglich herstellen zu können, wird komplett auf Individualität verzichtet. Der europäische Markt wird hierbei von nur einem Anbieter (CeWe-Color) beherrscht, der fast alle Annahmestellen (Drogerien, Tankstellen, Center, Elektromärkte,…) beliefert. Alternative Ausbelichtungsmöglichkeiten sind nur noch in Nischenbereichen zu finden. Das zur Zeit größte Ausbelichtungsformat im Amateurbereich ist 76 × 300 cm.
Dieser Artikel wurde uns von Peter Eckardt (Braunschweig) www.peter-eckardt.de zur Verfügung gestellt


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