So entstehen Farbverfälschnugen
Feuerrot taucht die Sonne am Horizont ins Meer, der Himmel leuchtet gelb bis purpur. Damit dieser Urlaubsmoment unvergesslich bleibt, machen Sie schnell ein Foto. Zu Hause auf dem PC-Monitor ist der Himmel nur gelb, auf dem ausgedruckten Foto stört ein leichter Grünstich. Derart wundersame Farbänderungen hat schon jeder Hobby-Fotograf erlebt. Ursache: Jeder Monitor und jeder Drucker stellt Farben anders dar. Sogar Geräte mit identischer Typenbezeichnung unterscheiden sich in ihrer Farbwiedergabe.Mal zeigt der Monitor Farben und Kontraste zu schwach, mal passt die Druckertinte nicht zum Fotopapier. Um solche Abweichungen zu korrigieren, müssen Sie die Farben an Monitor und Drucker einstellen. testbildMit dem Testbild des Industrieverbandes Cipho passen Sie die Farbdarstellung an, sofern der Monitor entsprechende Einstellungsmöglichkeiten bietet.
Bei Foto-Aufnahmen
Fotos bei Glühbirnenlicht zeigen schon im Display der Kamera einen leichten Rotstich? Dann war der sogenannte Weißabgleich der Digitalkamera auf Tageslicht eingestellt. Hintergrund: Die Farbtemperatur unterscheidet sich je nach Lichtquelle. Das menschliche Auge korrigiert diese Unterschiede automatisch, eine Kamera kann das nicht – sie versucht, die Farbtemperatur auf dem Bild zu erkennen. Klappt das nicht, muss der Fotograf den Weißabgleich im Menü der Kamera ändern. aufname
Technische Unterschiede
Bildschirme erzeugen Farben mit einer anderen Technik als Drucker. Bei Monitoren kommt die sogenannte additive Farbmischung zum Einsatz: Die Grundfarbe ist Schwarz, für alle anderen Farben fügt der Bildschirm unterschiedliche Anteile der Grundfarben Rot, Grün und Blau hinzu. Werden alle drei Grundfarben gleichzeitig hinzugefügt, entsteht die Farbe Weiß. Der Fachbegriff heißt RGB-Verfahren.

Drucker arbeiten dagegen mit der sogenannten subtraktiven Farbmischung. Entsprechend dem eingelegten Papier ist die Grundfarbe Weiß. Unterschiedliche Mischungen der Grundfarben Gelb, Cyan (Türkis), Magenta (Pink) und Schwarz erzeugen alle anderen Farben. Nach den englischen Namen der Farben heißt diese Methode auch CMYK-Verfahren (Cyan, Magenta, Yellow, Black).

Schon die Umwandlung eines Bildes vom RGB- ins CMYK-Farbsystem – das geschieht bei jedem Ausdruck – sorgt für sichtbare Farbabweichungen
technik
Unterschiedliche Abstimmung
Nicht jeder Hersteller stimmt seine Geräte auf eine perfekte Farbwiedergabe ab. Einige Anbieter legen mehr Wert auf knallige Farben für die lebendige Darstellung von Computerspielen, andere wollen Farbschattierungen in Filmen optimal wiedergeben. Dafür gibt es spezielle Betriebsarten, die beispielsweise Farben besonders kräftig darstellen und so eine originalgetreue Farbdarstellung verhindern.

Das gilt auch für Drucker – einige Modelle sind eher für Fotos, andere auf den Textdruck abgestimmt, beispielsweise Laserdrucker.

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Bearbeitung des Originalbildes
Wer mit einer Bildbearbeitungs-Software am Computer Farben, Helligkeit und Kontrast ändert, sorgt für Abweichungen vom Originalmotiv. Bei einem schlecht eingestellten Monitor sieht das Bild zwar auf dem Bildschirm gut aus, beim späteren Ausdruck unterscheiden sich die Farben aber deutlich. bearbeitung
Monitor-Einstellungen
Viele Nutzer passen die Bildschirmdarstellung ohne Hilfsmittel ihrem Geschmack an – und wundern sich, wenn die Farben auf einem ausgedruckten Foto ganz anders aussehen. Allerdings kann auch die Beleuchtung am Schreibtisch die Farbwiedergabe des Monitors verfälschen.
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Abweichungen der Elektronik
Selbst in Monitoren ein und desselben Typs sind die Bauteile nicht identisch. Minimale Abweichungen gleicht die Elektronik handelsüblicher Monitore nicht aus. technik
Papier und Tinte
Die Farbdarstellung von ausgedruckten Fotos hängt stark von den verwendeten Materialien ab. Spezielle Fototinte oder hochglänzendes Papier liefern andere Ergebnisse als seidenmattes Papier und normale Tinte tinte


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