Aka - Apparate und Kamerabau Friedrichshafen

 (1946 – 1960)


Diese Firma wurde schon bald nach dem II. Weltkrieg, im Jahre 1946 von Dr. Eugen Armbruster und Dr. Max Armbruster gegründet.

Dr. Eugen Armbruster hatte ein Technikstudium für Energiemaschinenbau absolviert, wandte sich aber bald der Fototechnik zu. Er war dabei u.a. auch bei der Weiterentwicklung von  Bernings Robot und  der Konstruktion der essa II von Voigtländer beteiligt, ehe er zu Gauthier, dem Zentralverschlusshersteller in Calmbach wechselte.

Dr. Max Armbruster war Fabrikant und hatte Volkswirtschaft studiert. Er besaß eine Gießerei  nahe Ulm und eine Werkzeugfabrikation in der Nähe von Wiesbaden. Ein Techniker und ein Ökonom waren eine ideale Kombination um eine derartige Firma zu führen.

Man begann also 1946 mit der Kamerafertigung, der „Akarette“ in mehreren Variationen. Es gab dazu Wechselobjektive  von 35 bis 135 mm, denn man hatte durchaus die Absicht, der teuren Leica ein wenig Konkurrenz zu machen.
Eine Akarette kostete im Jahr 1951
mit Schneider Radionar 3,5/50 (3-linsig)  105.- DM,
mit Schneider Xenar      3,5/50 (4-linsig)  183.- DM,
mit Schneider Xenar      2,8/50 (4-linsig)  225.- DM und
mit Schneider Xenon     2,0/50  (6-linsig)  270.- DM.
Wegen eines Namensstreites mit AGFA musste der Name „Akarette“ wegen der Ähnlichkeit mit der AGFA Silette geändert werden. Die neuen Kameras hießen fortan „Akarelle“.
Eine spätere, teurere Kamera, die „Akarex“, konnte sich nicht durchsetzen, die hübschen „Arette“- Modelle (1956-1963) allerdings schon.

Seit einiger Zeit bestanden schon rege Geschäftsbeziehungen zu amerikanischen Firmen, u. a. auch zu Sawyer Corporated in Portland, also Viewmaster. Sawyer wollte gemeinsam mit AkA eine „Viewmaster“- Kamera herstellen. Es kam sodann zwischen den Gebrüdern Armbruster zu einem heftigen Streit, denn Dr. Eugen Armbruster wollte auf keinen Fall „fremdes Kapital in seiner Firma“ haben. Da es zu keiner Einigung kam, verließ er die Firma. Ein neu eingestellter Chefkonstrukteur konnte bei weitem nicht das Niveau von Dr. Eugen Armbuster erreichen. Außer Designänderungen tat sich nichts mehr und daher musste bereits im Jahre 1960 der Konkurs angemeldet werden. Obwohl die Firma nur 14 Jahre existierte, hat sie doch in der Geschichte der deutschen Fototechnik einige Bedeutung erlangt.



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